Energieerzeugung am Scheideweg

Energieerzeugung am Scheideweg

Ausweislich einer Studie des Umweltbundesamtes sind in Deutschland derzeit knapp 300 Kraftwerke mit einer Bruttoleistung von jeweils mindestens 100 MW betriebsfähig.
Das weiterhin führende Brennmaterial für den Kraftwerksbetrieb ist die Kohle, davon 76 mit Steinkohle und 74 mit Braunkohle betriebene Anlagen. Unter der deutschen Bevölkerung macht sich aber nicht erst seit kurzem die Überzeugung breit, dass
kohlebefeuerte Kraftwerke als sogenannte „Klimakiller“ einer modernen Energie- bzw. Stromerzeugung nicht mehr angemessen erscheinen. Umweltschutzverbände fordern unverblümt den sofortigen Planungs- bzw. Baustopp für Kohlekraftwerke.

Regenerative Energiegewinnung als fragliche Alternative

Die Kritik an der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen entbehrt sicher nicht jeglicher Grundlage. Einer Technologie, welche auf der Verwertung nicht erneuerbarer Energieträger beruht, mangelt es an Nachhaltigkeit. Andererseits ist insbesondere nach dem erst kürzlich von der deutschen
Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie mehr als fraglich geworden, ob die derzeitigen Möglichkeiten der regenerativen Energiegewinnung ausreichen, um den Energiebedarf eines Industriestaates wie Deutschland
flächendeckend zu sichern. Doch eine Zukunft für die Kohle?
Die Debatte über das Für und Wider fossiler Brennstoffe wird die Gesellschaft mit Sicherheit noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, beschäftigen. Eine sattelfeste Prognose, wohin der Weg letztendlich führen wird, erscheint derzeit nicht möglich.

Auswirkungen auf die Logistik

So, wie die Zukunft der Energiegewinnung am Scheideweg steht, gilt es auch für die teilnehmenden Logistikunternehmen, die weitere Entwicklung in diesem Sektor wachsam zu verfolgen. Die Anwendung und Umsetzung neuer Technologien bedingt zwangsläufig neue Anforderungen für alle an diesen Prozessen Beteiligten: Neuartige Baustoffe mögen der Gewinnung größerer Energiemengen dienlich sein, bedürfen aber ggfls. einer
besonderen Lagerung bzw. eines spezielleren Transports.
Eine interne Auseinandersetzung und Fortbildung in allen Bereichen logistischer Fragen der Energiegewinnung ist unbedingt erforderlich, um für zukünftige Anforderungen gewappnet zu sein.
P.E.T. LOGISTICS ist seit vielen Jahren Partner international tätiger Unternehmen für den Kraftwerks- und Anlagenbau und investiert am Standort Grimma/Mutzschen in die Lagerung und Instandhaltung von Windkraftanlagen.

Autor

Christoph Erlenhofer

Christoph Erlenhofer ist zugelassener Rechtsanwalt und seit mehr als 20 Jahren als Berater im Bereich Logistik tätig.